Vitamin A – vom Sehvermögen bis zur Immunabwehr

Vitamin A gehört zu den fettlöslichen Vitaminen und wird für lebensnotwendige biologische Prozesse im Körper benötigt – vom Sehvermögen bis hin zur Immunabwehr. Dabei umfasst der Begriff Vitamin A eine Gruppe von unterschiedlichen chemischen Verbindungen, die eine Vitamin A-Wirkung vorweisen – der zentrale Wirkstoff ist Retinol.

Der menschliche Körper ist in der Lage, den Wirkstoff Retinol in andere Formen umzuwandeln und diese als sogenannte Retinol-Ester zu speichern. In tierischen Lebensmitteln ist Vitamin A in seiner bereits vorgebildeten Form vorhanden. In Pflanzen hingegen finden sich die Provitamin A-Carotinoide. Diese können in unterschiedlichen Weisen und Maßen in Vitamin A umgewandelt werden.

Unter den in Pflanzen vorkommenden Provitamin A-Wirkstoffen ist das Beta-Carotin für den menschlichen Organismus von größter Bedeutung. Es ist in der Lage, Retinol in hohen Maßen umzuwandeln und besitzt das höchste Vorkommen in Nahrungsmitteln.
Für Menschen, die sich vegan oder vegetarisch ernähren, sind die Provitamin A-Carotinoide von besonderer Bedeutung, um eine ausreichende Vitamin A-Versorgung sicherzustellen.

Vitamin A-Quellen

Der menschliche Körper bedient sich der verschiedenen Vitamin A-Verbindungen aus der täglichen Nahrung. Als fettlösliche Nährstoffe, werden(wird?) das in pflanzlichen Lebensmitteln enthaltene Provitamin Beta-Carotin in Abhängigkeit des Fettgehaltes der Nahrung vom Körper aufgenommen und gespeichert. Die tierischen Vitamin A-Lieferanten enthalten bereits von Natur aus ausreichend Fett. Je nach der Zubereitungsart und Lagerung der Nahrung, ist bei Vitamin A in Lebensmitteln von einem durchschnittlichen Verlust von circa zwanzig Prozent zu rechnen. 

In welchen Lebensmitteln ist Vitamin A enthalten?

Tierische Vitamin A-Quellen sind unter anderem:
  • Leber und Wurstwaren hergestellt aus Leber
  • Eier
  • Milch und Milchprodukte (insbesondere Käse wie Camembert)
  • Fisch (insbesondere Aal)
Pflanzliche Vitamin A-Quellen(die pflanzlichen Lieferanten enthalten das Provitamin Beta-Carotin) sind unter anderem:
  • Gemüse: Karotten, Süßkartoffeln, Kürbis, Rote Paprika, Grünkohl, Spinat
  • Obst: Aprikosen, Honigmelone, Mango

Da Vitamin A überwiegend über den Magen-Darm-Trakt aufgenommen wird, kann die Einnahme verschiedener Medikamente wie die von Abführmitteln oder cholesterinsenkenden Medikamenten die Aufnahme von Vitamin A einschränken. Die Interaktion mit weiteren Nährstoffen wie Eisen, Zink, Vitamin E und Vitamin K, kann die Aufnahme von Vitamin A jedoch begünstigen.

Zusätzlich sind Retinol und Retinol-Ester – das sogenannte komplette Vitamin A – in Kosmetika enthalten sowie Nahrungsergänzungsmitteln beigefügt, um die Versorgung über weitere Wege zu gewährleisten. Die Wirkform Vitamin A-Säure hingegen – auch unter Tretinoin beziehungsweise Isotretinoin bekannt – kann als Hormon bezeichnet werden und ist verschreibungspflichtiges Arzneimittel.

Vitamin A-Wirkung im menschlichen Körper

Die Bedeutung des A-Vitamins für den Körper ist immens: Es ist an zahlreichen lebenswichtigen biologischen Prozessen im menschlichen Organismus beteiligt – von der Hautfunktion bis zu einem normal funktionierenden Immunsystem.

Wofür benötigt der Körper Vitamin A?

Augen: Vitamin A sorgt für die Erhaltung der normalen Sehkraft und ist in den Pigmentmolekülen der Netzhaut enthalten. Vitamin ist in Form von Retinal Teil der Netzhaut und hilft so, zwischen Hell und Dunkel zu unterscheiden.

Zellen: Diverse Vitamin A-Verbindungen sind an der Zellspezialisierung beteiligt. Vitamin A besitz ferner normalisierende Eigenschaften auf die Funktion der Haut und der Schleimhäute. Außerdem trägt Vitamin A zur normalen Funktion des Immunsystems bei.

Eisenstoffwechsel: Vitamin A trägt zu einem normalen Eisenstoffwechsel bei. Eisen ist für den Transport von Sauerstoff innerhalb des Körpers verantwortlich und spielt ebenfalls eine wichtige Rolle bei der Energieversorgung.

Wodurch entsteht ein Vitamin A-Mangel?


Innerhalb der Mehrheit der deutschen Bevölkerung liegt kein Vitamin A-Mangel vor, der als Mangel immer mit Krankheitssymptomen der Augen mit massiven Sehstörungen und massiven Einschränkungen der Immunabwehr einhergehen würde. Das ist auch gut so, denn ein Vitamin A-Mangel gehört in die Hände eines Arztes, der die Mangelerkrankung therapieren muss.

Demgegenüber kommt eine Unterversorgung in bestimmten Risikogruppen, die z.B. einen erhöhten Bedarf oder eine verminderte Aufnahme haben, relativ häufig vor. Der Unterschied zu einem krankhaften Vitamin A-Mangel ist, dass bei Unterversorgung keine schweren Symptome auftreten, sondern die Mehrheit der Betroffenen eher unspezifische Begleiterscheinungen oder alltägliche Defizite wie schnelles Ermüden der Augen beim Lesen oder am Monitor spüren oder eine erhöhte Infektanfälligkeit erleben.

Eine Unterversorgung an Vitamin A – sowie auch der Mangel, auch Hypovitaminose A genannt – kann unterschiedliche Ursachen haben. Der Speicher des Körpers ist entleert, es wird zu wenig Vitamin A über Lebensmittel zugeführt oder die Einnahme von Medikamenten erschwert dem Körper die Aufnahme. Durch die Beteiligung des Vitamins an unterschiedlichen lebenswichtigen Prozessen innerhalb des menschlichen Körpers, können die Auswirkungen eines Vitaminmangels stark ausgeprägt sein. Doch wie äußert sich ein Vitamin A-Mangel?

Unterversorgung und Vitamin A-Mangel Symptome:
  • Sehstörungen unterschiedlicher Schweregrade
  • Trockene Augen (Austrocknung der Tränendrüsen und Bindehaut)
  • Trockene Haut und Schleimhäute
  • Appetitlosigkeit
  • Allgemeine Muskelschwäche
  • Infektanfälligkeit

Der Körper ist glücklicherweise in der Lage, Vitamin A zu speichern. Hierbei spielen vor allem die Leber, die Lunge und diverse Schleimhäute als Speicherort eine wichtige Rolle.

Wie hoch ist der Vitamin A-Tagesbedarf?

Je nach Lebensweise, Gesundheitsstatus und vor allem der Ernährungsweise, kann der Tagesbedarf an Vitamin A variieren. Der Referenzwert für Vitamin A wird als sogenannter Retinoläquivalent (RAE) angegeben. Das liegt an den unterschiedlichen Umwandlungsraten und der Aufnahmefähigkeit des Körpers.
Dabei entspricht 1 µg RAE insgesamt 1 µg Retinol und 12 µg Beta‑Carotin. Für alle anderen Carotinoide mit Provitamin-A-Wirkung gilt: 1 µg RAE entspricht 24 µg Provitamin-A-Varianten.

Laut der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e.V. sind die Referenzwerte der unterschiedlichen Personengruppen für Vitamin A wie folgt:

Personengruppen Referenzwert  (Vitamin A-Gehalt in µg)  Enthalten in Lebensmitteln (Beispiel)
Säugling (0 bis unter 12 Monate)  400 bis 500 µg RAE / Tag 50 g Aprikose entsprechen ca. 59 µg RAE 
Kinder bis unter 13 Jahre 300 bis 600 µg RAE / Tag 100 g Tomate (roh) entsprechen ca. 49 µg RAE
Jugendliche und Erwachsene ab 13 Jahren  700 bis 950 µg RAE / Tag 100 g Kalbsleber entsprechen ca. 860 µg RAE
Schwangere 800 µg RAE / Tag 100 g Camembert (60% i. d. Tr.) entsprechen ca. 524 µg RAE
Stillende (Ausgleich der Verluste über die Muttermilch) 1 300 µg RAE / Tag 125 g Honigmelone entsprechen ca. 486 µg RAE

Wie nimmt man Vitamin A auf?

Die Aufnahme von Vitamin A kann durch eine ausgewogene Ernährung und gegebenenfalls zusätzlicher Anwendung von Nahrungsergänzungsmitteln, denen geringe Mengen Vitamin A zugefügt sind, gewährleistet werden.

Eine Überdosierung von Vitamin A ist durch die Zufuhr von natürlichen Lebensmitteln laut der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e.V. kaum möglich. Lediglich bei einer unsachgemäßen Überdosierung von Vitamin A-Präparaten oder einem übermäßigen Verzehr von Leber, kann es langfristig zu einer Vitamin A-Intoxikation kommen. Speziell Personen, die sich vegan ernähren, sollten zu den provitaminreichen pflanzlichen Lebensmitteln greifen wie Möhren, rote Paprika, Kürbis, Feldsalat, Grünkohl und Spinat. Gleiches gilt für Bevölkerungsgruppen mit einem erhöhten Bedarf, wie Schwangere, Stillende sowie Kindern und Jugendlichen.

Eine geregelte Vitamin A Einnahme zur Deckung der empfohlenen Tageszufuhr für die ganze Familie kann durch die Auswahl passender Nahrungsergänzungsmittel beispielsweise in Form von Kapseln oder Gummies einfach in den Alltag integriert werden.

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